Die
große Orgel über dem Hauptportal wurde im Jahre 1906 von der
Dresdner
Orgelbaufirma Jehmlich erbaut. 52 klingende Stimmen verteilen sich auf
drei Manuale und Pedal. Durch den hohen Anteil expressiver Register (die
teilweise nicht mehr vorhanden und deshalb dringend ersetzt werden müssten)
eignet sich das Instrument besonders zum Vortrag spätromantischer
Orgelmusik, z. B. von Max Reger.
Die Pfeifen des Orgelprospektes ersetzte man 1929, nachdem die ursprünglichen
Zinnpfeifen vor dem ersten Weltkrieg zum Einschmelzen abgegeben werden
mußten. Nach der Kirchenrenovierung 1971 wurde die Orgel, dem damaligen
Zeitgeschmack entsprechend, in einigen Klangbereichen umdisponiert. Trotz
alledem blieb die grundlegende Klangsubstanz weitestgehend erhalten.
In den letzten Jahren machten sich dennoch viele Störungen bemerkbar,
vor allem im spiel-technischen Bereich, so dass sich die Kirchgemeinde
entschloß, die Orgel grundlegend zu reparieren und zu rekonstruieren,
handelt es sich doch bei dieser Orgel um ein fast im Originalzustand
erhaltenes Klangdokument eines großen symphonischen Instrumentes
der Jahrhundertwende, von denen so nur noch wenige in Sachsen erhalten
sind. Mit diesen Maßnahmen ist die Firma Christian Reinhold, Bernsdorf
bei Lichtenstein (Erzgebirge), betraut.
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